Montag, 19. Mai 2014

Sprachkompetenzen sichtbar machen

Der neu gestaltete Europass Sprachenpass ist benutzerfreundlich und klar strukturiert
Seit Anfang 2014 liegt er vor: der neue Europass Sprachenpass. Seine wichtigsten Pluspunkte sind das klare und moderne Layout sowie die große Benutzerfreundlichkeit. So wird die Attraktivität des Dokuments für Nutzerinnen und Nutzer noch einmal gesteigert. Der Europass Sprachenpass unterstützt dabei, ein umfassendes Bild der eigenen Sprachkompetenzen zu vermitteln und deren Niveau auf Grundlage eines europaweit anerkannten Rasters selbst einzuschätzen.
 
Nicht nur fachliche Aspekte sind für den Erfolg im Berufsleben relevant – auch die Sprachkompetenz ist ein wichtiger Faktor im Bewerbungsprozess. Dieser Tatsache wird der  Europass Sprachenpass gerecht. Mit ihm können Bewerber/-innen ihre erworbenen Sprach-Diplome und Zertifikate auflisten und ihre sprachlichen Erfahrungen beschreiben. Mithilfe eines Rasters zur Selbstbeurteilung, das auf dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen basiert, stufen die Nutzer/-innen ihre Sprachkenntnisse ein. Dieses Raster definiert in ganz Europa anerkannte Niveaustufen und beschreibt, wie gut jemand eine Sprache verstehen, sprechen und schreiben kann.
 
Für Sigrid Seibt, Lehrerin und Seminarbetreuerin an der Beruflichen Oberschule im oberbayerischen Scheyern, ist es einer der wichtigsten Vorteile des Dokuments, dass die Lernenden ihre Kenntnisse beim Ausfüllen des  Europass Sprachenpasses selbst einschätzen. Das, so Seibt, helfe ihnen, ihre Fortschritte entsprechend zu reflektieren und zu dokumentieren. „Die Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und Fortschritten fördert den bewussten Spracherwerb weit mehr, als wenn sich die Schülerinnen und Schüler bei der Beurteilung nur auf eine Lehrkraft verlassen“, führt Sigrid Seibt aus. „Zudem geht der  Europass Sprachenpass weit über den Schulalltag hinaus, da er auch den privaten Spracherwerb mit einschließt sowie alle vorhandenen Sprachkenntnisse. So können zum Beispiel auch Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund ihre Zusatzkompetenzen dokumentieren und sich der Bedeutung, diese zu vertiefen und einzubringen, bewusst werden.“